Vertragen azaleen frost

Er gilt als extrem frosthart und ziert mit seinem immergrünen Laub im Winter den Garten. Repens-Hybriden erfreuen uns durch ihre frühe, glockige, meist leuchtend rote Blüte, die schon ab Mitte April erscheint und Farbe in den winterlichen Garten bringt. Durch ihren frühen Blühzeitpunkt sind diese Pflanzen allerdings auch leicht Spätfrost gefährdet. Die ersten Repens-Hybriden entstanden um 1930 in England, sie sind kompakte, schwachwüchsige, klein bleibende Gehölze, die selten über 1 Meter hoch, dafür aber bis zu 2 Meter breit werden. Ihr Laub ist immergrün, dunkelgrün, glänzend und relativ klein. Verwendung finden sie auf kleineren Flächen, auch werden sie schon mal als Bodendecker eingesetzt. Sortenbeispile sind ‚Baden-Baden‘, ‚Scarlet Wonder‘ und viele mehr. Charakteristisch für die Gartenazaleen ist ein niedriger, breiter und auch eher langsamer Wuchs. Trotzdem lassen sich manche Sorten mit etwas Geduld zu farbenprächtigen Hecken erziehen. Diese bieten im Winter dann natürlich nur mäßigen Sichtschutz. Die ursprünglichen Wildarten der Zimmer-Azaleen wachsen in Bergwäldern Chinas bis nach Vietnam oder Japan. Sie lieben kühles feuchtes Klima, das in Wohnräumen kaum anzutreffen ist. Doch die Züchtung hat dafür gesorgt, dass die Heidekrautgewächse robuster und raumlufttoleranter geworden sind.

Als ehemalige Waldpflanzen möchten sie einen hellen, aber nicht vollsonnigen Standort. Zugluft sowie starke Wärmestrahlung (z.B. von Heizkörpern) wirken sich ungünstig auf die Pflanzenentwicklung aus. Eine gleichmäßige Temperatur um 20° C haben sich für die Zimmerkultur bewährt. Diese Bedingungen sind oftmals in Schlafzimmern oder hellen Treppenhäusern zu finden. Sobald die Knospen die bevorstehende Blüte anzeigen, sorgt ein möglichst hellerer, unter Umständen auch sonniger Standort für ein gleichmäßiges Aufblühen. Den Sommer genießen Zimmer-Azaleen am besten an einem schattigen Platz unter freiem Himmel. Nach den letzten Nachtfrösten werden die Zimmerpflanzen nach draußen geräumt. Am besten werden sie mit Topf im Schattenbeet eingesenkt bis sie im Spätsommer an eine hellere bis sonnige Stelle platziert werden. Das Umstellen und der Lichtgewinn sorgen für einen besseren Blütenansatz.

Mit dem Absacken der Temperaturen im Herbst, ziehen die kompakten Blütensträucher zurück ins frostfreie Winterquartier. Einige Sorten zeigen zu diesem Zeitpunkt schon erste Blütenknospen. Mindestens alle zwei bis drei Jahre erhalten die Zimmerpflanzen nach der Blütezeit zu Frühlingsbeginn frische Erde und gegebenenfalls einen größeren Topf. Die alte Erde wird grob abgeschüttelt. Lange Wurzeln werden eingekürzt. Das Kürzen fördert die neue Feinwurzelbildung und sorgt für ein optimales Anwachsen. Nach dem Einpflanzen wird die Topf-Azalee mit kalkfreiem Wasser angegossen. Ein Untersetzer kann verwendet werden, nur darf sich darin niemals Nässe sammeln. Überschüssiges Wasser wird weggeschüttet.

Da die japanische Azalee selten höher als zwei Meter wird und sich zudem recht gut durch Schnittmaßnahmen in Zaum halten lässt, wird sie oft in Kübeln kultiviert. Natürlich sind auch Kübelazaleen winterhart, allerdings gelten für diese im Hinblick auf die Überwinterung andere Regeln. Da die Wurzeln bedingt durch das Pflanzgefäß und die geringe Erdmasse den frostigen Außentemperaturen nichts entgegenzusetzen haben, müssen Sie für den notwendigen Schutz sorgen. Dazu stellen Sie das Gefäß auf eine Unterlage aus Styropor oder Holz und umwickeln den Kübel mit Schilfmatten oder Vlies. Auch ein schützender Standplatz in der Nähe einer Wärme abgebenden Wand ist sinnvoll. In diesen Fällen können Sie den Wurzelbereich mit Schilfmatten o. ä. abdecken. Außerdem sollten Sie frostfreie Tage unbedingt dazu nutzen, die Pflanze zu gießen. Länger anhaltender Bodenfrost führt manchmal dazu, dass der Flachwurzler keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann und einfach vertrocknet. Gartenazaleen bevorzugen, anders als ihre großen Verwandten unter den Rhododendren, viel Sonne.