Tarifvertrag lufthansa ufo

Nicoley Baublies, UFO-Chefunterhändler, resümiert: “Die jetzt getroffene Vereinbarung für das Kabinenpersonal der Lufthansa bietet die dringend benötigte Arbeitsplatzsicherheit. In der aktuellen Krise werden solche Beiträge, die Sicherheit, aber auch Einschnitte für jeden Kabinenmitarbeiter bedeuten, hoffentlich zu einer klaren Zustimmung des Rettungspakets der Bundesregierung auf der heutigen Hauptversammlung führen. Die kommenden Monate werden für uns Sozialpartner eine große Herausforderung sein. Mit diesem Paket und den anderen Lösungen, die wir gemeinsam gefunden haben, setzen wir unsere Sozialpartnerschaft endlich auf ein neues und sichtbares Fundament.” Im vergangenen Jahr führte die UFO mehrere Streiktage an, um eine Gehaltserhöhung für Flugbegleiter zu erwirken, und die Verhandlungen über einen Tarifvertrag haben sich seitdem hingezogen. Anfang der Woche warf eine deutsche Zeitung Baublies sogar vor, eine persönliche Zahlung von einer Million Euro zu verlangen, um einen Deal über den geplanten Stellenabbau zu erzielen. Am späten Abend veröffentlichten Lufthansa und die Gewerkschaft UFO eine gemeinsame Presseerklärung, nachdem endlich eine Einigung erzielt worden war. Die Gespräche hatten sich über eine selbst auferlegte Frist am 22. Juni hingezogen, nachdem die Verhandlungen zwischen beiden Seiten am vergangenen Wochenende ins Stocken geraten waren. Die Flugbegleiter der Lufthansa, die von der Flugbegleitergewerkschaft UFO vertreten werden, streikten am Donnerstag und Freitag wegen eines Streits über die Bezahlung.

Die Gewerkschaft forderte eine Lohnerhöhung von 1,8 Prozent für Flugbegleiter in Zeiten von Rekordgewinnen für die Lufthansa. Laut einer separaten Pressemitteilung haben lufthansa und die Flugbegleitergewerkschaft UFO eine Friedensverpflichtung erreicht. Streiks werden daher erst auf Weiteres stattfinden. Die beiden werden den Dialog fortsetzen, um zu versuchen, eine Einigung in der Mediation zu erzielen. Zu den Tarifverhandlungen, die zum UFO-Streik führten, gehörten mehr Ausgaben und Zulagen für Flugbegleiter sowie die Möglichkeit für Saisonarbeiter, in eine reguläre Beschäftigung umzusteigen. Die Lufthansa hat die UFO-Führung nach internen Führungsstreitigkeiten seit Monaten nicht anerkannt und parallele Verhandlungen mit der konkurrierenden Gewerkschaft ver.di aufgenommen. Nun stellt sich die Frage, welche Arbeitnehmervertretung künftig die Tarifverträge für Flugbegleiter aushandeln wird. Nach dem Prinzip der Tarifeinheit einigen sich die meisten Gewerkschaftsmitglieder in einem Unternehmen auf die Tarifbedingungen. UFO vertritt nach eigenen Angaben mehr als die Hälfte der Flugbegleiter der Lufthansa. Bisher wurden die Mehrheitsverhältnisse nicht gezählt. Einer der Hauptgründe für die Gründung war laut UFO-Website “die Unfähigkeit der damals großen Gewerkschaften DAG und ÖTV, die Interessen ihrer Kabinenkollegen angemessen zu vertreten. Die spezifischen berufs- und tarifpolitischen Fragen der Flugbegleiter wurden von diesen Gewerkschaften nicht ausreichend oder gar nicht beantwortet.

Die Idee des UFO wurde geboren, um die individuellen Probleme für diese Berufsgruppe aufzuzeigen und speziell für die Interessen der Flugbegleiter zu arbeiten.” […] weitere drastische Maßnahmen, die sowohl das Personal betreffen (Entlassungen, die mit den Gewerkschaften besprochen werden: Vereinbarung bereits mit den Flugbegleitern, schwieriger mit den Piloten) und die Flotte (100 Flugzeuge […] Es gibt natürlich den Grundsatz der kollektiven Einheit, nach dem sich die Gewerkschaft mit der größten Anzahl von Mitgliedern in einem Unternehmen eigentlich auf die Bedingungen des Tarifvertrags einigen sollte.