Tarifvertrag ig metall aufstockung kurzarbeitergeld

Alle großen Automobilhersteller in Deutschland, darunter VW, Audi, BMW, Mercedes, haben sich in den letzten Wochen für Kurzarbeit beworben. Die Deutsche Bank schätzt, dass die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland mit 3,5 bis 5,0 Millionen ihren Höchststand erreichen wird und damit den Rekord wert von knapp 1,5 Millionen im Jahr 2009 übertreffen wird. Kritiker warnen, dass die Übernahme der deutschen Praxis der Kurzarbeit oder der Kurzarbeit, die Europas größter Volkswirtschaft geholfen hat, schneller als andere aus der Rezession von 2009 herauszukommen, die dringend benötigte EU-Umstrukturierung behindern und verzögern könnte. Schon jetzt versucht die Gewerkschaft, den Abbau von 3000 Arbeitsplätzen als Erfolg darzustellen, weil ihnen im Gegenzug ein “Investitionspaket von 800 Millionen Euro” und “erhöhte jährliche Standardinvestitionen von 570 Millionen Euro” versprochen wurden. Jetzt, da die Nachfrage einbricht, hat das Unternehmen kurzfristige Arbeit in allen Bereichen angekündigt. Die IG Metall und die Geschäftsführung haben daher auch ohne weiteres eine “Corona-Vereinbarung” geschlossen, bei der die Gewerkschaft eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf knapp 80 Prozent der Nettolöhne – was einer Lohnkürzung von fast 20 Prozent entspricht – als Erfolg feiert. Bei der Thyssenkrupp Steel Europe AG (TKSE) erspielt sich die Gewerkschaft IG Metall (IGM) chancenlos und erhöht den Abbau von Arbeitsplätzen. Nun sollen 3.000 statt der ursprünglich 2.000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Allen rund 27.000 Beschäftigten werden auch Lohnerhöhungen vorenthalten. Mehrere Anlagen werden geschlossen.

Die EU-Minister sprachen sich am Dienstag grundsätzlich für einen Plan aus, 100 Milliarden Euro (109 Milliarden Dollar) gegen 25 Milliarden Euro an staatlichen Garantien aufzubringen, um Löhne zu subventionieren, damit Die Unternehmen die Arbeitszeit kürzen können, anstatt Menschen zu entlassen. Erstens handelt es sich um Investitionen, die in den letzten Jahren gefehlt haben, weil geplant war, den Stahlsektor in das Gemeinschaftsunternehmen mit Tata Steel Europe zu übertragen. Zweitens finanziert die Belegschaft einen großen Teil dieser Investitionen selbst durch Stellenabbau. Drittens hat Thyssenkrupp erst vor vier Wochen sein profitables Aufzugsgeschäft für über 17 Milliarden Euro verkauft. Die IG Metall unterstützte diesen Schritt nicht zuletzt deshalb, weil sie die laufenden Investitionen finanzieren soll. Und schließlich gab es in jedem Tarifvertrag Klauseln, die das Unternehmen – aber nicht die Belegschaft – von allen Verpflichtungen befreien, wenn die wirtschaftliche Situation dies erfordert.